Fragen und Antworten zum Usenet

Auch wenn das Usenet zu den wohl ältesten Kommunikationsplattformen des Internets zählt, wissen viele - vll. auch gerade deswegen - gar nicht was es mit diesem auf sich hat. Im Rahmen dieser FAQ werden die wichtigsten Fragen beantwortet.

Was ist eigentlich das Usenet?

Am einfachsten lässt sich das Usenet mit einem Internetforum vergleichen, nur eben in viel größerer Dimension. Das Usenet-Netzwerk besteht aus zahlreichen Newsgroups, den so genannten BINARIES (vergleichbar mit einem Unterforum), welche sich aus zahlreichen Beiträgen zusammensetzt.

Die miteinander verbundenen Newsgroup-Server des Netzwerks sind weltweit verteilt. Dabei beteiligen sich sowohl Privatleute, als auch Unternehmen und Universitäten beteiligen an deren Infrastruktur.

Was finde ich genau im Usenet?

Das lässt sich natürlich nicht so pauschal sagen, denn schließlich wächst das Usenet täglich. Wer auf der Suche nach direkten Downloadmöglichkeiten für aktuelle Bilder, Musik und Filmen ist, der ist in den verschiedenen Newsgroups sicherlich nicht verkehrt!

Wie komme ich ins Usenet?

Anders als in einem gewöhnlichen Internetforum, benötigt man eine spezielle Software, um Zugang zum Usenet zu bekommen. Zwar stammt das Usenet aus den Urzeiten des Internets, doch haben sich die Entwickler der meisten Provider-Clients richtig Mühe gegeben, um eine im Design zukunftsorientierte und vor allem einfach zu bedienende Zugangssoftware zu entwickeln. eMule, Kazaa & Co. steht dieser an keiner Stelle nach, viel mehr spricht man von einer noch benutzerfreundlicheren Bedienung.

Welche Usenet-Provider gibt es?

Es mag zwar unzählige Provider geben, jedoch kommen und gehen die meisten wie sie wollen. Oftmals sind Einschränkungen bei der Downloadgeschwindigkeit in Kauf zu nehmen, die Clients zu unübersichtlich und deren Bedienung selbst von sehr erfahrenen Computerusern kaum nachvollziehbar.

Anbieter wie Firstload, Usenext, Disputo und Alphaload bringen selbst unerfahrene Nutzer mit ihrer speziell für diese angepasster und anderer nicht nachstehender Software ins Usnet.

Wie groß ist der Speicherplatz?

Eine Frage die nur schwer zu beantworten ist, denn das Usenetz wächst ständig. Aktuellen Schätzungen zu urteilen liegen etwa hundert Terabyte an Daten auf den Servern, in ca. 70.000 Newsgroups verteilt. Aber einer bestimmten Zeit mögen diese zwar nach und nach in ein Archiv verschoben werden, jedoch kommen täglich mehrere Gigabyte im dreistelligen Bereich wieder an Daten neu hinzu.

Wie schnell sind die Downloads?

Da die Dateien auf eigenständigen Servern gespeichert werden, ist der Download i. d. R. von Beginn an auf Höchstgeschwindigkeit, diese ist abhängig von dem eigenen Internetanschluss und der Geschwindigkeitsgrenze des jeweiligen Providers. - An dieser Stelle sei der Usenet-Zugang über Usenext zu empfehlen.

Ist das Usenet wirklich anonym?

Viele Provider (nicht alle - siehe Usenetproviderübersicht) versprechen einen anonymen Zugang ins Usenet, speichern aber dennoch die IP-Adressen ihrer User. Dieser Schritt ist jedoch aufgrund der Feststellung, der Datenmenge, die ein Kunde verursacht, von Nöten. Da es den Provider aber ohne weiteres nicht möglich ist zu überprüfen, welche Dateien genau die User heruntergeladen haben, kann man grundsätzlich erst einmal die Frage mit einem Ja beantworten und von einer gewissen Sicherheit sprechen.

Letztendlich liegt es auch im Interesse des Providers die Daten seiner Kunden zu schützen, um dessen Vertrauen zu belohnen und als zufriedenen Kunden über Jahre zu behalten.

Anders als bei P2P-Clienten (wie eMule, Torrent & Co.), ist die IP beim downloaden übrigens nicht öffentlich einsehbar, ein weiterer Grund für mehr Anonymität.

Auch nach Inkrafttreten des Gesetzes zur Vorratsdatenspeicherung in Deutschland, haben die Kunden sicherlich nichts zu befürchten. Die Provider sind nicht verpflichtet die heruntergeladenen Dateien zu speichern, sondern lediglich den Zeitpunkt des Ein- und Ausloggens auf den Newsservern mitsamt Speicherung von IP, Name und Adresse des jeweiligen Users.

Sind Anbieter wie Usenext, Firstload & Co. legal?

Grundsätzlich ja! Die Provider stellen deren Kunden lediglich nur den Zugang zum Usenet mittels einem einfach zu bedienenden Clienten zur Verfügung, nicht anders als auch die uns bekannten Internetprovider (wie die Telekom, 1&1, Arcor, Freenet usw.) es tun, oder ist das ganze Internet gleich illegal, weil es dort nicht nur legales gibt?